Teil III: Wo fort- und weiterbilden in der Medical-IT (MIT)?

jobsWenn Ihnen  klar ist, wo Sie ihr technologisches Wissen anwenden wollen, stellt sich prompt die nächste Frage: Soll es ein Seminar, Kurs oder Studium werden?

Seminare / Kurse

Da Seminare/ Kurse oft nur Stunden bis einige Tage dauern, lassen sie sich gut in das Arbeitsleben eintakten. Sie sind auf ein Thema spezialisiert und können so gezielt  Kompetenzlücken verkleinern oder schließen. In Seminaren / Kursen ist der finanzielle und zeitliche Einsatz gut überschaubar.

Ein Seminar ist eine „Schulungstätigkeit mit Präsenzcharakter, bei der normalerweise eine Gruppe mit wenigen Personen anwesend ist. Es kann Frontallektionen vorsehen, zeichnet sich aber durch die Interaktivität der Teilnehmenden aus.“[1]

„Ein Kurs ist ein Sammelbegriff für Lehrveranstaltungen unterschiedlichster Formen. Er beschreibt den Weg von einem Ausgangspunkt zu einem Lernziel (vgl. Curriculum). Ein Kurs erlaubt es, ein Lernangebot zu einem (Dienstleistungs-)Produkt zu machen, dessen Gesamtkosten sich mehrere Teilnehmer teilen können. Darin unterscheidet er sich vom Einzelunterricht.“[2]

Studium

„Das Studium … ist das wissenschaftliche Lernen und Forschen an Hochschulen, also Universitäten und gleichgestellten Hochschulen, dualen Hochschulen, Kunsthochschulen, Fachhochschulen sowie an Akademien, soweit diese den Hochschulen gleichgestellt sind.“[3]

Ein Studium kostet Zeit, Geld und Geduld. Die Karrieresprünge sind danach aber meist größer! Je nach Berufsabschluss und Berufserfahrung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten in Deutschland ohne Abitur und Fachhochschulreife zu studieren. Eine gute Auskunft dazu erhalten Sie über die Internetseite http://www.studieren-ohne-abitur.de .

Natürlich kosteten die Qualifizierungen Geld und nicht jeder kann die nötigen Summen ohne weiteres aufbringen. Aber auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten die Finanzierung zu ermöglichen.

Als erstes sollte jeder Arbeitnehmer wissen, dass sich der Staat an einer Weiterbildung beteiligt. Sie können die entstandenen Kosten mittlerweile komplett von der Steuer absetzen. [4]

Hier noch einige Anregungen für mögliche Finanzierungsmodelle:

  • Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er die Qualifizierungsmaßnahme unterstützt. Machen Sie ihm plausibel, was das Unternehmen für ein Benefit dadurch hätte. 
  • Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er die Qualifizierungsmaßnahme statt einer Lohnerhöhung akzeptiert.
  • Bildungsprämie – Bestehend aus Prämiengutschein und Bildungssparen. Beide lassen sich auch miteinander kombinieren. Die Bildungsprämie stellt eine Möglichkeit der Finanzierung für fast alle Personengruppen bereit, die bislang nicht in der Lage waren, Kosten für die Fortbildung aus ihrem laufenden Einkommen oder dem vorhandenen Vermögen zu finanzieren. Voraussetzung ist die Beratung bei einer der rund 600 Beratungsstellen.[6]
  • Bildungskredit | Förderprogramm der staatseigenen KfW-Bank. Entsprechend günstig sind die Zinssätze. Gefördert werden damit ‚fortgeschrittene Ausbildungsphasen‘, also etwa die Finanzierung von Aufbau- und Ergänzungsstudiengängen, die auch für Akademiker interessant sind.  Die maximale Kreditsumme beträgt 7.200 € und kann in monatlichen Raten von 100, 200 oder 300 € ausgezahlt werden. Auch eine Einmalauszahlung von bis zu 3.600 € ist möglich. Die Rückzahlungspflicht beginnt erst vier Jahre nach der ersten Auszahlung.[6]
  • Nutzen Sie gfls.  Bildungsanbieter, die eine monatliche Ratenzahlung ermöglichen. So können Sie die Kosten über einen längeren Zeitraum „abstottern“.
  • Seit elf Jahren bietet die Initiative „Bildungsfonds“ eine bankenunabhängige und sozialverträgliche Studienfinanzierung für Ihr Wunschstudium im In- und Ausland. Mit einkommensabhängiger Rückzahlung und Karriereförderung bieten Ihnen Bildungsfonds eine flexiblere Finanzierungsmöglichkeit als Studienkredite.
    http://www.bildungsfonds.de
  • Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) – sog. „Meister-BAföG“ – begründet einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen, d. h. von Meisterkursen oder anderen auf einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss vorbereitenden Lehrgängen. Das „Meister-BAföG“ unterstützt die Erweiterung und den Ausbau beruflicher Qualifizierung und stärkt damit die Fortbildungsmotivation des Fachkräftenachwuchses. Über die Darlehensteilerlasse hinaus werden Anreize zum erfolgreichen Abschluss und den Schritt in die Selbstständigkeit geschaffen.
    http://www.meister-bafoeg.info

Sie sehen, dass heute eine Vielzahl von Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.  In nächsten Beitrag gehen wir der Frage nach, welche Unterrichtsform für Sie am besten geeignet ist.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.