Wie zivile Dronen im Gesundheitswesen eingesetzt werden können

Mit Drohnen verbinden die meisten Menschen Bilder von fliegenden Präzisionswaffen in Konfliktgebieten. Aber Drohnen sind Modellflug-Bereich schon seit einigen Jahren ein wachsendes Angebot. Bei meinem letzten USA-Besuch vor einigen Monaten war ich wirklich überrascht, dass nun selbst in den Supermärkten interessante Drohnen-Modelle angeboten wurden. Zugegeben, ich interessiere mich schon seit Jahren für die Flugobjekte. Bisher waren die Preise sehr hoch und haben mich stets vom Kauf abgehalten.

Aber auch der Einsatz von Drohnen im Gesundheitsbereich hat sich in den letzen Monaten stark entwickelt.  Deshalb möchte ich hier einige interessante Projekte vorstellen.

Projekt Defi-Copter

Vielleicht ist er der Lebensretter von morgen. Gemeint ist der Defi-Copter der Firma High Tech und des gemeinnützigen Vereins Definetz. Es handelt sich dabei um die erste Drohne, welche im Ernstfall GPS-gesteuert einen Defibrillator abwerfen kann. Im Falle eines plötzlichen Herztodes kann der Defi-Copter somit sehr schnell helfen. Jedes Jahr sterben rund 100.00 Menschen einen solchen Tod.

Der Defi-Copter kann einen Radius von rund 10 Kilometern abdecken und mit einer Fluggeschwindigkeit von rund 70 Stundenkilometern bei nahezu allen Witterungsverhältnissen zum Einsatz kommen. Angefordert wird die Drohne über das Handy. Bisher handelt es sich nur um einen Prototyp. Doch besonders in dünn besiedelten oder schwer zugänglichen Gebieten könnte der Defi-Copter bald zum Einsatz kommen.

Quelle: focus.de
http://www.sueddeutsche.de/sdews/embeddedpage/wenn-drohnen-leben-retten-1.2198209
Quelle: sueddeutsche.de

Medikamenten-Drohnen

Schon in wenigen Jahren könnten autonome Drohnen in Entwicklungsländern Medikamente und Nahrung transportieren. Denn häufig existiert dort kein funktionierendes Straßennetz. Das Startup an der Denkschmiede Singularity University im kalifornischen Silicon Valley hat für diese Herausforderung eine Lösung erarbeitet – Drohnen.
Die unbemannten Fluggeräte sollen selbst entlegene Ortschaften erreichen, um die Bewohner mit Blutkonserven, Medikamenten oder Ersatzteilen zu versorgen. Dafür plant sie, ein Netzwerk aus Solar-Ladestationen zu knüpfen, zwischen denen Drohnen autonom verkehren. Vorbild dafür sind die Datenpakete im Internet und so sollen auch die Drohnen stets selbstständig den optimalen Weg zum Ziel finden.

Quellen: wiwo.de , ApoAir

Transport-Drohnen in deutschen Kliniken

Die Agaplesion Frankfurter Diakonie-Kliniken führte Versuche zum raschen Transport von Blutprodukten und Laborproben durch Drohnen durch. Wenn Blutproben oder Blutprodukte nur über wenige Kilometer transportiert werden müssten, bräuchte der Kurier im dichten Verkehr wesentlicher länger als die Drohnen, die in direkter Luftlinie fliegen..

Alle drei Betriebsstätten werden von einer zentral gelegenen Blutbank mit Blutproben und Blutprodukten versorgt. Im Lauf eines Jahres komme es zu etwa 50 bis 70 Notfall-Einsatzfahrten zwischen der Blutbank und der jeweiligen Einrichtung.

Die Drohne soll jeweils vom Innenhof der Klinik auf einer kleinen zuvor eingerichteten Landefläche oder wenn verfügbar vom Hubschrauberlandeplatz der Klinik aus starten. Die eigentliche Flugzeit betrage nur wenige Minuten, sodass das Blutlabor unmittelbar mit den notwendigen Untersuchungen beginnen oder im Gegenzug die Drohne bereits Blutkonserven zurückbringen könne.

Die Drohnen seien bei nahezu jedem Wetter einsatzfähig und landen zuverlässig am programmierten Zielort.

Quelle: skverlag.de

 Steuerung von Drohnen über Gedanken

• Minneapolis – Drohnen werden üblicherweise über eine Fernbedienung mit den Bewe­gungen der Finger gesteuert.

• Künftig könnte dies auch allein durch Gedanken möglich sein.

• US-Bioingenieure stellen im Journal of Neural Engineering (2013; doi: 10.1088/1741-2560/10/4/046003) ein nicht-invasives Brain-Computer-Interface (BCI) vor, mit dem Probanden einen handelsüblichen Quadcopter zielsicher in der Luft bewegten.

• Wenn die fünf Probanden im Labor der Universität von Minnesota die „AR Drone“ eines französischen Herstellers starten wollten, mussten sie sich vorstellen, mit geballten Fäusten beide Hände in die Luft zu werfen.

• Die dabei im Cortex entstehenden Signale wurden von einem konventionellen 64-Kanal-EEG aufgefangen und von einem Computer in den entsprechenden Befehl der Fernbedienung umgesetzt.

• Eine eingebildete Faustbildung der rechten Hand steuerte die Drohne nach rechts, der imaginäre Faustschluss links löste eine Linkskurve aus.

• Nach einiger Übung konnten die Probanden die Drohne sicher in der Luft halten, um Hindernisse navigieren und durch aufgestellte Ringe fliegen lassen.

• Das Team um Bin He von der Universität von Minnesota in Minneapolis ist nicht das erste, dem es gelungen ist, die Hirnströme zur Steuerung von Computern oder einfachen Maschinen zu nutzen.

• Dass die Steuerbefehle in flüssige Befehlsketten umgesetzt werden, die die Steuerung eines komplexen Flugroboters ermöglichen, ist allerdings neu.

• Für Reha-Zwecke attraktiv ist, dass die Ableitung der EEG-Signale vollkommen non-invasiv erfolgt und nicht wie bei anderen BCI die Implantation von Elektroden auf der Hirnhaut erforderlich macht.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54668/Hirnforschung-Gedanken-steuern-Drohne

• Die Insekten-Drohnen können überall mühelos eindringen und ihre Arbeit verrichten, als fliegende Kamera zum aufnehmen, Mikrophon zum abhören, und wortwörtlich als fliegende Mini-Spritze zum injizieren aller Art von Drogen und giften.

• Das neue Gerät verfügt über die Fähigkeit, genaustens zu landen auf der menschlichen Haut, verwenden dann ihre Super-Mikrometer große Nadel um DNA-Proben zu nehmen und fliegen wieder seelenruhig zur Basis, laut Einsatzziele und Nutzungsart.

• Alle Menschen werden nichts fühlen, der Schmerz des einstichs ist wie bei einem Mückenstich ohne Brennen und der Schwellung natürlich.

• Besonders Interessant wird es bei RFID-Chips verweigerer, denn die Insekt-Drohne kann auch ein Mikro-Radio-Frequenz-Identifikation (RFID)-Verfolgungs-Spionage Chip direkt unter der Haut injizieren.

http://www.mugenko.de/2014/07/mucken-drohne-insekten-sind-bessere.html

• Eine am Handgelenk tragbare Drohne hat „Team Nixie“ im Rahmen des Intel-Wettbewerbs „Make it Wearable“ entwickelt – nun arbeiten die Macher am Marktstart der Mini-Drohne namens Nixie.

• Clever gebogen kann die Drohne mit ihren vier Rotoren wie eine sehr große Uhr am Handgelenk getragen werden, sich auf Kommando auffalten und losfliegen.

• Im Drohnengehäuse rechnet Intels Minicomputer Edison, eine Frontkamera nimmt die Umgebung auf.

• Laut den Entwicklern ist Nixie als fliegende Kamera konzipiert: Sportler etwa sollen sie schnell starten können, um spektakuläre Aufnahmen zu machen – und da die Dohne am Handgelenk mitgeführt werden kann, müssen sie kein zusätzliches Gepäck tragen.

http://www.chip.de/news/Nixie-Armband-Drohne-startet-direkt-vom-Handgelenk_73016718.html

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